Kreuzbandriss für ganze Szene. Über die Folgen der Corona-Pause.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 24. Juni 2020 (03:08)

Bald gibt‘s wieder grünes Licht für den Fußball – auch „unterhalb“ der Profiszene. Die Erleichterung ist groß. Doch der Weg zurück wird kein leichter sein. So wie bei einem Kreuzbandriss. Ähnlich lang wie die gefürchtete Knieverletzung dauerte die Corona-Zwangspause im Fußball.

Viele Amateur- und Nachwuchskicker haben seit Ende Oktober 2019 kein Pflichtspiel mehr in den Beinen, manche fast ebenso lang keine „Zweikampfpraxis“ im Trainingsbetrieb. Die Vorbereitung auf die kommende Saison wird herausfordernd.

Herausfordernde Monate liegen aber auch vor den Funktionären – sei‘s auf Vereins- oder auch auf Verbandsebene. Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Dafür reicht ein Blick über den (mitteleuropäischen) Tellerrand hinaus. Und die wirtschaftlichen Verwerfungen dürften uns noch lange beschäftigen. Dass einzelne Klubs wie aktuell der ASK Wilhelmsburg (Rückzug in die 2. Klasse) kürzer treten müssen oder einstige „Rivalen“ wie St. Aegyd und Hohenberg unter dem gemeinsamen Dach einer Spielgemeinschaft Schutz suchen, ist nur ein Vorbote.

Der Fußball hat‘s im Vergleich zu den Hallensportarten noch gut. Was nichts daran ändert, dass der Teufel im Detail steckt. Auch wenn der Ball nun wieder rollt, braucht‘s weiter Geduld. Wie nach einem Kreuzbandriss.