Lieber nicht mit Zahlen spielen. Wolfgang Wallner über den Rechenstift im Playoff-Fight.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 27. November 2018 (02:39)

Sieben Punkte Vorsprung auf einen „Nicht-Play-off-Platz“: Der Heimsieg gegen Innsbruck war für St. Pölten Goldes wert. Auch wenn Trainer Ranko Popovic den Ball flach hielt und von einem Schicksalsspiel nichts wissen wollte. Der Ruhe im Umfeld und dem Selbstvertrauen, mit dem seine Kicker ihrer Beschäftigung nachgehen, tut der Dreier in jedem Fall gut.

Sieben Punkte bei sieben ausstehenden Runden (bis zum Ende des Grunddurchgangs): Der SKN hat somit gute Chancen „über dem Strich zu stehen“ und im Frühjahr im Konzert der Meisteranwärter mitzumischen. Packt man den Rechenstift aus, dann könnten dazu schon zwei weitere Siege reichen. Durchaus realistisch, wenn man sich die (fehlende) Konstanz der Konkurrenz vor Augen führt. Dann kann man aber den Rechenstift gleich wieder einpacken. Druck kann auch lähmen, wie sich in den letzten Wochen gezeigt hat. Und Prognosen haben‘s so an sich, dass man erst hinterher weiß, ob sie gut waren.

Mit dem spät fixierten, aber letztlich verdienten Sieg gegen Innsbruck kann jene Selbstverständlichkeit wieder zurückkommen, die das St. Pöltner Spiel zum Saisonstart so unwiderstehlich gemacht hat. Die Wölfe können‘s auch im neuen System! Das ist die Botschaft dieses Novembernachmittags an die Konkurrenz.