Mehr als nur Sentimentalität. Über St. Pöltner Lokalkolorit bei den Wölfen.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 09. Juni 2021 (01:35)

Ja, die gute alte Zeit am Voithplatz. Die Zeit, als die SKN-Familie mehr als ein Schlagwort war. Mit dem Schockmoment des Bundesligaabstiegs werden nun wieder jene Stimmen laut, die klarmachen, dass der SKN auf dem Weg nach oben einiges verloren hat. Und die nun fordern, dass im Klub mehr „St. Pöltner DNA“ zu finden sein müsse. Dahinter steckt nicht nur eine Prise Nostalgie und Sentimentalität, sondern auch der Schlüssel zur Zukunft des SKN.

Internationale Vernetzung mag ja wichtig sein, die zentrale Rolle wird in den nächsten Jahren aber die Verankerung im Bundesland spielen müssen. Sei‘s um die Fans wieder in die NV-Arena zurückzuholen, sei‘s um der Truppe wieder ein „Gesicht“ zu geben. Dass sich der SKN just jetzt die aktuellen U18-Teamspieler aus der AKA St. Pölten (Dominik Weixelbraun, Din Barlov) durch die Lappen gehen lässt, stimmt nachdenklich. Und dass sich die Führungsriege erst Ende Juni der Vertrauensfrage stellt, lässt am Willen zu einem Kurswechsel zweifeln.

Ganz unschuldig ist der SKN also nicht am vielfach transportierten Bild des „abgehobenen VIP-Klubs“…