Wilhelmsburg

Erstellt am 15. Januar 2019, 02:01

von Claus Stumpfer

Mit neuem Brett zu alter Stärke. Claus Stumpfer über Benni Karls Chancen bei der Snowboard-WM.

Vor den Weltmeisterschaften ab 31. Jänner in Solitude im US-Bundesstaat Utah hat Benni Karl auch im Slalom zu alter Stärke zurückgefunden, wie sein dritter Platz beim Heim-Weltcup in Bad Gastein zeigt.

16 Weltcup-Rennen hat der Wilhelmsburger in seiner Karriere gewonnen, fünf im Parallelslalom (zuletzt 2011 in Carezza), elf im Parallelriesentorlauf (zuletzt 2018 in Rogla). Nach 2011 war er zwar schon noch ein paarmal Zweiter und Dritter im Slalom, aber so wohlgefühlt wie jetzt am „Slalom-Brettl“ hat er sich eigenen Angaben zufolge das letzte Mal 2011.

Im PGS lief es in dieser Saison mit Platz zwei in Carezza und drei in Cortina nach Wunsch. Danach machte sich Karl in Hinblick auf die nächsten Rennen aber ernsthaft Gedanken um seine Slalom-Form. Im Training war er weiter hinten als gewohnt. Ihm war klar: Beim Material musste etwas passieren.

So hat er sich das Kessler-Board von Teamkollege Mathies auf sich abgestimmt nachbauen lassen und vor Weihnachten noch bekommen. Und das neue Brett funktionierte sofort. Anders wäre Bad Gastein für ihn eine „Wundertüte“ geworden, so aber schaute es richtig gut aus. Und als Weltcupführender fährt der vierfache Weltmeister wieder als Favorit zur WM.