Nach dem „Wie“ fragt keiner. Über einen Schuss vor den Bug.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 23. Juli 2019 (01:45)

Abhaken, weiterarbeiten! Mehr lässt sich nach der Cup-Partie in Gloggnitz aus St. Pöltner Sicht nicht sagen. Die Wölfe haben die Pflicht erfüllt. Nach dem „Wie“ fragt schon nächste Woche keiner mehr. Allerdings: Selbstvertrauen tanken vor dem Bundesliga-Start schaut anders aus.

Das Match beim Vorjahressiebenten der 2. Landesliga Ost war ein Schuss vor den Bug. Denn, was sich schon in den Vorbereitungspartien zart angedeutet hat, zieht sich auch im Ernstfall durch: Sobald Cheftrainer Alexander Schmidt durchwechselt oder durchwechseln muss, verliert der SKN an Qualität. Sogar so signifikant, dass man einen Fünftligisten weniger mit spielerischen Mitteln als vielmehr bloß durch Speed und Einzelaktionen knacken kann. Von den Fortschritten, die schon zu sehen waren, blieb unter dem Druck eines Pflichtspiels wenig über. Was natürlich auch an der Not-Elf lag, die wohl in dieser Zusammensetzung nie in der Meisterschaft auflaufen wird. Das Verletzungspech bleibt dem SKN offenbar auch in der Ära Schmidt treu.

Gegen Sturm Graz sollte sich das Lazarett schon deutlich gelichtet werden. Und in der grünen Mark steckt der SKN sicherlich nicht in der Favoritenrolle. Sondern in jener des Außenseiters, der nichts zu verlieren hat.