Neue Linie zeichnet sich ab. Wolfgang Wallner über die Transfers beim SKN.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 07. Juni 2017 (03:12)

Die ersten Neuverpflichtungen bei Bundesligist St. Pölten geben die Richtung vor. Dass sich der SKN mit Lorenz Grabovac und Damir Mehmedovic zwei viel versprechende „Rohdiamanten“ sichern konnte, ging im Getöse rund um die Neubesetzung der Sportdirektor-Postens ein wenig unter.

Dass mit bekannten Namen wie Korkmaz, Drazan und Hartl Kicker im besten Fußballeralter auf der Liste der Abgänge stehen, ist kein Zufall. Sondern ein Vorgeschmack, wie sich der SKN über den Sommer neu aufstellen will. Mit den Routiniers wollte man die Liga unbedingt halten. Was – knapp, aber doch – geklappt hat. Nun weht ein jüngerer, frischerer Wind.

Verständlich, weil‘s in der kommenden Saison keinen Fixabsteiger aus der Bundesliga geben wird, selbst der Tabellenletzte via Relegation die Chance auf den Klassenerhalt hat. Wann, wenn nicht jetzt, bietet sich die Gelegenheit, junge Spieler zu entwickeln! In der permanenten Abstiegsangst des Vorjahres war das kaum möglich. Nun kann Jochen Fallmann relativ unbelastet am Kader von morgen basteln. Dass Neo-Sportdirektor Markus Schupp gute Kontakte zur Talenteschmiede Liefering pflegt, kann da nur von Vorteil sein.

Die frische Brise wird auch nötig sein, um dem Projekt SKN wieder Aufwind zu verleihen.