Neumayers harte Mission. Über die Zukunft der „jungen Wölfe“.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 09. Juli 2019 (02:22)

Es gibt nicht viel, das Hannes Neumayer in seinem Trainerleben noch nicht erlebt hat. Der St. Pöltner ist ein echter „Haudegen“ in der Szene. Die Aufgabei den SKN Juniors ist in gewisser Hinsicht aber selbst für Neumayer Neuland. Die Mission mag reizvoll sein. Vor allem aber ist sie beinhart.

Der Job als Trainer einer Amateurmannschaft hat seine eigenen Gesetzmäßigkeiten. Oft heißt‘s zurückstecken, wenn‘s um die Belange der Profis geht. Und zum anderen dreht sich die Aufgabe weniger um Punkte und Siege, sondern vielmehr um die individuelle Weiterentwicklung der Spieler. Was bei den SKN Juniors noch erschwerend dazu kommt: Der Kader des Ostliga-Absteigers ist enorm knapp, transfermäßig sind den St. Pöltnern die Hände gebunden. Neumayer weiß, dass zumindestens in der Hinrunde seine Improvisationskünste gefragt sein werden.

Was Hoffnung macht: Cheftrainer Alexander Schmidt kommt selbst aus dem Jugendbereich, weiß um die Probleme. Und er wird – anders als sein Vorgänger – im ständigen Austausch mit dem Betreuerstab der Juniors sein. Und nun hält eine andernorts längst etablierte Gepflogenheit in St. Pölten Einzug. Die Juniors werden nämlich das gleiche System wie das A-Team praktizieren. Dieser Schritt war lange fällig.