Nicht viel zu gewinnen. Wolfgang Wallner über Fallmanns Fußballcomeback

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 16. Januar 2018 (03:14)

Jochen Fallmann schnürt wieder die Fußballschuhe, soll den SC Herzogenburg zum Klassenerhalt in der 2. Landesliga West führen. Der ehemalige „Leitwolf“ beim SKN soll beim Nachzügler in eben jene Rolle schlüpfen. Ebenso klar ist aber auch: Herzogenburg ist nur eine Durchgangsstation.

Sobald sich eine Jobchance im Trainerbereich auftut, ist Fallmann weg. Das hat der UEFA-Pro-Lizenz-Trainer auch ganz klar kommuniziert. Fallmann spielt mit offenen Karten. Selbst, wenn‘s in Herzogenburg wenig zu gewinnen gibt. „Falli“ ist sich im Klaren, dass ihn die Skeptiker kritisch beäugen werden. Liefert er starke Leistungen ab, wird‘s wohl als Selbstverständlichkeit gesehen. Läuft‘s auch mit dem Ex-Profi nicht, wird ebenso schnell der „schwarze Peter“ verteilt werden. Auch wenn Herzogenburg für den 38-Jährigen nur eine Station zum Fithalten ist, wird ein bekannter Kicker nun mal an seinem Namen, an seiner Vita gemessen.

Fallmann wird über solchen Dingen stehen. Viel relevanter: Nach seiner Zeit beim SKN St. Pölten im Trainergeschäft endgültig Fuß zu fassen. Die Zeit nach seiner Ablöse unterstreicht, dass der Coach wohl am wenigstens Schuld trägt an der Misere. Danach wird Fallmann beurteilt – nicht am Herbst seiner Kickerkarriere.