Noch ein Park statt Fußball. Über eine eilige Entscheidung gegen Fußball.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 20. August 2019 (01:42)

Es war kein Investor, welcher für die Bimbo-Binder-Sportanlage Millionen geboten hätte, was Bürgermeister Matthias Stadler schwach werden und das Fußballareal einer anderen Nutzung zuführen ließ. Nein, ein weiterer Park soll entstehen, in einer an Grünflächen nicht armen Stadt. Zugegeben, mit dem Altoona-Park wird eine bald verschwinden, doch Hammerpark, Stadtpark, Stadtwald und die Seenlandschaft suchen selbst international ihresgleichen.

Die Fußballplätze in zentraler Lage hingegen sind bereits alle planiert. Auch die American Footballer, das wurde ebenfalls diese Woche bekannt, werden endgültig nach St. Georgen auf den dortigen ATSV-Platz abwandern müssen.

Der SC St. Pölten hält am alten Vorwärts-Platz vorerst als letzter Innenstadtklub die Stellung. Der Traum vom Wechsel auf den Sturm-19-Platz ist seit dieser Woche aber für die Funktionärsriege von Obmann Erich Sumetsberger ausgeträumt.

Fußballklubs gibt es in St. Pölten gemessen an der Einwohnerzahl sicher nicht zu viele. Die Dichte im Bezirk St.-Pölten-Land ist deutlich höher. Dass es bei den Stadtklubs an Qualität mangelt, hängt mit attraktiveren Alternativen für Jugendliche zusammen. Um sie wieder zum Fußball zu locken, müssen neue Sportstätten her. Eine, wie sie der SC St. Pölten geplant hätte.