Saurer Apfel oder leere Hand. Über „grünes Licht“ für die LAZ-Kicker.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 03. Februar 2021 (01:25)

Süß schmeckt‘s nicht, das „Zuckerl“, das die Politik dem heimischen Fußball hat zukommen lassen. Ab kommender Woche dürfen alle Kinder, die in den regionalen Talente-schmieden (LAZ) ausgebildet werden, trainieren. Für die älteren Kinder im sogenannten Hauptkader gilt das schon seit dieser Woche. Schön für die LAZ-Talents. Schön auch für den ÖFB, der ohne LAZ-Betrieb Mühe hätte, die Neuaufnahme für die Akademien sachgerecht über die Bühne zu bringen.

Weniger schön ist die Neuregelung für die „Nicht-LAZler“. Ihre Freunde dürfen trainieren, sie selber nicht. Das lässt sich den Kindern kaum vermitteln. Ebensowenig wie zahllosen Jugendtrainern, die an der Basis einen Knochenjob verrichten.

Ein saurer Apfel, in den die heimische Fußballszene da beißen muss. Der Vorstoß des organisierten Sports in Österreich, parallel zu den Schulen auch die Sportanlagen (wenigstens für die Kinder und Jugendlichen) zu öffnen, wurde nicht einmal ignoriert.

Der Sport in der Breite steht mit leeren Händen da. Vertröstet auf die nächste Verhandlungsrunde Mitte Februar. Und mit der düsteren Ahnung, dass vor Ostern gar nichts passiert …