Spannung im doppelten Sinn. Über die Transferzeit aus SKN-Sicht.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 14. Januar 2020 (02:20)

Ein spannender Mix aus Rohdiamanten, Routiniers, die noch mal in die Spur kommen wollen und fußballerischen Wundertüten kündigt sich da an. Der SKN St. Pölten erfindet sich gerade neu. Nach der gefühlt ewigen Transfersperre – de facto eineinhalb Jahren ohne Neuzugänge – sind die Landeshauptstädter wieder handlungsfähig. Und mit den Verstärkungen darf man Alexander Schmidt daran messen, ob er dem Klub nun seine Handschrift verpassen kann.

Der mit einem Dreijahresvertrag ausgestattete Deutsche bekam seine Wunschspieler, hofft noch auf eine schlagkräftige Verstärkung für die Offensive. Kommt auch noch ein gestandener Stürmer – egal ob dieser nun Cory Burke heißt – sind die Wölfe für den Kampf um den Ligaverbleib gut aufgestellt.

Die Shoppingtour hat aber auch eine Kehrseite. Denn die spannenden Einkäufe könnten für interne Spannungen sorgen. Falls es nicht gelingt, den Kader zu straffen.
Sprich: Ohne „Spielerverkäufte“ wird‘s unweigerlich unzufriedene Profis geben, über die sich bestenfalls Juniors-Coach Hannes Neumayer in der Landesliga freuen könnte.

Die „doppelte Spannung“ wird zur Nagelprobe für Klub und Coach. Den Ansprüchen gerecht zu werden und den Kader bei Laune halten: Leichte Jobs sehen anders aus.