Stangl ist ein erstes Signal. Über die große Baustelle SKN.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 15. Oktober 2019 (01:37)

Ehemaliger Salzburg- und Rapidkicker, Ex-Nationalspieler: Stefan Stangls Visitenkarte ließ sich gut. Und bei seinem fußballerischen Bewerbungsgespräch in Linz hinterließ der St. Pöltner Trainingsgast keinen schlechten Eindruck. Dass Stangl in den letzten zweieinhalb Jahren nur 14 Pflichtspiele absolviert (2018/19 war’s nur ein Match für Slovan Bratislava) hat, war kaum zu merken.

Stangl könnte dem SKN weiterhelfen, zumal‘s links in der Viererkette ohnehin keine doppelte Besetzung gibt. Manuel Haas hätte den Job gelernt, steht aber beim Trainerteam nicht hoch im Kurs. Also musste zuletzt der eigentlich offensiv ausgerichtete George Davies einspringen. Ein Stangl-Transfer, so er finanzierbar ist, macht also Sinn. Ebenso sinnvoll ist‘s angesichts der nominell breit besetzten Defensive nicht noch eine Zukunftsaktie für die Innenverteidigung zu holen. Lennard Maloney, Backup bei Union Berlin, dürfte also nicht kommen. Weit wichtiger wär‘s, die Baustelle vorn zu beheben.

Nur sechs Saisontore stehen zu Buche. Da muss sich auch (aber nicht nur) die Sturmformation in Frage stellen. Auf eine „Blitzheilung“ von Kwang-Ryong Pak zu hoffen, wird nicht reichen. Denn der Nordkoreaner ist zwar ein guter Kicker – aber auch kein Vollstrecker.