Topzeit stimmt für Olympia. Über das Abschiedsjahr von Beate Schrott in der Leichtathletik.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. Februar 2020 (01:47)

Hürdensprinterin Beate Schrott feierte einen Abschied von der Hallen-Leichtathletik wie man sich ihn nur erträumen kann! Die 31-jährige Medizinerin, die für die Union St. Pölten startet, wird nach dieser Freiluft-Saison ihre Ausnahmekarriere beenden.

Bei den Hallenstaatsmeisterschaften in Linz hat sie sich über 60-m-Hürden in neuer Jahresbestzeit von 8,14 Sekunden aber nochmals den Titel gesichert. Ein Erfolg, den auch ihre Mutter Doris auf der Tribüne bejubelte und der ihr Auftrieb für den Sommer geben sollte, in dem sie sich zum dritten Mal nach London 2012 (7.) und Rio 2016 (Vorlauf-Aus) für die Olympischen Spiele qualifizieren will.

Ihre letzten Titel unter dem Hallendach hatte Schrott von 2011 bis 2014 viermal in Folge gewonnen. Nun löste die Maria Anzbacherin Steffi Bendrat ab, die seither über die 60-m-Hürden immer dominiert hatte, diesmal aber als Jahresbeste (8,23) strauchelte. Schrott, die seit 2013 mit 7,96 den österreichischen Rekord hält, war seit 2015 nur einmal schneller als 8,14 gelaufen — vor zwei Jahren mit 8,13.

Schrott wird am 20. März zum Training nach Florida fliegen, wo auch ihr Verlobter Christian Taylor für Olympia schuftet. Taylor will in Tokio sein drittes Dreisprung-Gold in Folge holen. Und nach Olympia ist dann die Hochzeit der beiden geplant.