Erstellt am 12. Juni 2018, 02:41

von Wolfgang Wallner

Traum weicht der Realität. Wolfgang Wallner über die St. Pöltner Transfertreffer.

Die Landung am Boden der nüchternen Wirklichkeit hätte härter nicht sein können. Nach einem Jahr zum Vergessen kratzte der SKN St. Pölten im letzten Moment die Kurve. Doch statt eines Happy Ends droht eine Verlängerung am grünen Tisch. Angesichts der Troubles ist‘s bemerkenswert, was den Wölfen bislang am Transfermarkt gelungen ist. Der neu eingekehrte Realitätssinn tut den St. Pöltner gut.

War noch im Winter vom Ausbildungsklub die Rede, von der Talenteschmiede mit dem Ziel attraktiver Transfererlöse die Rede, so deuten die bisherigen Transfers in eine andere Richtung. Ein routinierter Knipser (René Gartler), ein bundesligaerfahrener Innenverteidiger vom WAC (Daniel Drescher), ein top-ausgebildeter Youngster von der Grazer Ersatzbank (Patrick Puchegger): Das ist die Ausbeute mitten im juristischen Dauerclinch mit Wr. Neustadt. Von solchen Transfers kann die Admira, sportlich weit besser aufgestellt als der SKN, nur träumen. Und mit Issa Ouedraogo steht, enorm fleißig und mit Konterqualitäten, auch eine ideale Ergänzung zu Gartler in den Transfer-Startlöchern.

Die Zukunftsaktien David Stec und Manuel Martic werden anderswo Dividenden bringen. Sie verlassen den SKN ablösefrei. Realistischerweise das Los eines Ausbildungsklubs …