Überangebot trifft Lücke. Wolfgang Wallner über St. Pöltens Transferfinish.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 05. September 2017 (01:06)

Aus der Breite wächst die Spitze. Heißt‘s zumindest in Sportlerkreisen. An Breite mangelt‘s St. Pöltens Aufgebot nicht, wohl aber an Klasse, die sofort weiterhilft. Hier und Jetzt. Die Verpflichtung von Alex Sobczyk fällt in die Kategorie Perspektivspieler. Ein „Label“, das vielen Akteuren im Kader umgehängt worden ist. Der Rapid-Youngster wird‘s nicht leicht haben.

Stürmer hat der SKN St. Pölten zur Genüge. Den Nachweis, in der Bundesliga treffen zu können, hat kaum einer erbracht. Der Nordkoreaner Pak kommt nach einem „Seuchenjahr“ in der Schweiz, hat knapp zwei Wochen mittrainiert und wird noch Eingewöhnungszeit brauchen. Lorenz Grabovac kommt aus Liga zwei, ist jung und braucht ebenfalls noch. Max Entrup (wenn er wieder fit ist) und Husein Balic wollen sich über die Juniors aufdrängen. Roope Riski hat gut begonnen, dürfte gesetzt sein. Lonsana Doumbouya agierte bislang glücklos, kann einen Ball halten - aber ein Vollstrecker ist er nicht. Die Konkurrenz hat‘s also in sich.

Dafür fehlt ein Leadertyp, an dem sich die Jungen aufrichten können. Ganz auf sich alleingestellt, wird‘s mit der Spielerentwicklung, die der SKN forcieren will, nicht leicht werden. Und das ist nicht als Vorwurf an die Youngsters gemeint…