Zellhofer zeigt viel Rückgrat. Über den Sportdirektor auf der Bank.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 07. April 2021 (01:12)

St. Pöltens Sportdirektor lehnt sich weit aus dem Fenster. Als Interimstrainer nach der Beurlaubung von Robert Ibertsberger übernimmt Georg Zellhofer selbst die Verantwortung. Nach zehn Jahren „Trainerpause“ rückt der Architekt des SKN-Kaders wieder in die ersten Reihe. Und stellt damit Rückgrat unter Beweis.

Zellhofer rückt zur „Verteidigung“ jenes Kaders aus, den er selbst maßgeblich mitgestaltet hat. Und der beim SKN als vielleicht bestes Wolfsrudel aller Zeiten hoch gelobt worden war. Durchaus zu Recht.

Unter Ibertsberger klafften in den letzten Wochen Anspruch und Realität immer weiter auseinander. Und immer weiter klafften auch die kommunikativen Lücken zwischen Trainer und Leistungsträgern aus dem Herbst, die sich zuletzt am Abstellgleis wiederfanden. Ibertsbergers Spielidee und die praktische Umsetzung durch eine verunsicherte Truppe – das hat schlichtweg nicht mehr gepasst. Zellhofer hat jetzt einiges zu kitten.

Der Sportdirektor hätte es sich einfach machen können und einen „Feuerwehrmann“ holen können. Dass er nun selbst als Brandlöscher auftritt, verdient Respekt.