Verantwortung für das Tier. Über Folgen nach jüngstem Fall von Tierquälerei.

Von Thomas Werth. Erstellt am 17. September 2019 (03:01)

Wenn man sich die Bilder der kleinen Chihuahua-Hündin Carrie ansieht, blutet einem das Herz. Die Schnauze des Tiers wurde so oft zugebunden, bis sogar die Reißzähne frei lagen. Dazu fanden die Tierärzte noch mehrere Rippenbrüche und einen Oberschenkelbruch.

Natürlich stellt sich die Frage, wie jemand fähig ist, einem Lebewesen derartiges Leid zuzufügen – und wie die gerechte Strafe für solche Personen aussehen kann. Rufe nach Lynchjustiz, wie sie vor allem auf Online-Plattformen geschrieben stehen, sind freilich fehl am Platz. Dass man den 2016 verschärften Strafrahmen bei Tierquälerei ausreizen sollte, ist schon nachvollziehbarer.

Vielmehr muss man sich aber fragen, wie man solche Vorfälle verhindern kann. Die effektivste Möglichkeit ist wohl zu erschweren, dass jene ein Tier bekommen, die dafür ungeeignet sind. Als Hundebesitzer hat man nämlich nicht nur eine Verantwortung, dass Mitmenschen nichts passiert, sondern vor allem dem Vierbeiner gegenüber.