Verbal nicht weiter zündeln. Über die Attacke auf die FP-Landesgeschäftsstelle.

Von Thomas Werth. Erstellt am 13. August 2019 (04:27)

Vier Männer laufen aufgeregt vor der Landesgeschäftsstelle der FPÖ hin und her, immer wieder sind helle Lichtblitze der Molotowcocktails zu sehen. Ein rund eine Minute langes Video vom Gelände in der Purkersdorfer Straße zeigt die gefährliche Attacke, die die Freiheitlichen auch gleich auf ihrer Facebook-Seite teilten.

Doch Politiker und deren Sympathisanten wären nun trotz der berechtigten Aufregung gut beraten, die Aufklärung der Polizei zu überlassen. Pauschale Verurteilungen wie jene von FP-Generalsekretär Christian Hafenecker, es handle sich um ein „Quartett von Linksextremisten“ und Mutmaßungen, inwieweit „solche Anarchisten, die von SPÖ, Grünen und NGOs gestützt und beschützt werden“, sind so kurz nach der Tat nicht hilfreich.

Mit vorschnellen Verdächtigungen zündeln die Freiheitlichen verbal weiter in einer hitzigen Atmosphäre und schüren den Hass, der auf allen Seiten öfter eine Sicherung durchbrennen lässt.