Erstellt am 06. März 2018, 04:53

von Thomas Werth

Viel Geld, aber für die Sicherheit. Thomas Werth über die zwei Millionen-Projekte an der B 20.

Um 14,3 Millionen Euro kann man sich 480 gut ausgestattete VW Golf leisten, etwa 4.800 Mal einen einwöchigen All-Inclusive-Urlaub auf den Malediven verbringen, sich eineinhalb Mal den gesamten Kader des SKN St. Pölten kaufen – oder aber zwei Eisenbahnkreuzungen auflassen und stattdessen eine Brücke und einen Tunnel samt entsprechender Zufahrt an der Ochsenburger und der Wolfenberger Straße bauen.

Es ist zweifellos viel Geld, das Stadt, Land und ÖBB für die Entschärfung von zwei Gefahrenstellen entlang der B 20 in die Hand nehmen. Aber auch der Beweis, dass man sich daran gewöhnen muss, dass in
St. Pölten mittlerweile Projekte größerer Dimensionen geplant und umgesetzt werden – wie sie eben für eine Landeshauptstadt üblich sind.

So leicht vertretbar wie in diesem Fall wird die Investition von Millionen Euro aber in Zukunft nicht werden. Denn selbst wenn es leise Kritik an der Größe des Projekts gibt: Wenn es um die Sicherheit von Menschen geht, dann kann nur schwer dagegen argumentiert werden.