Weniger hin, mehr her. Über die neuerliche Wende im Rauchergesetz.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 09. Juli 2019 (04:17)

Im Kinderlied „Brüderchen, komm, tanz’ mit mir“, heißt es „einmal hin, einmal her, rundherum, das ist nicht schwer“. Gleiches Vorgehen könnte auch den letzten Bundesregierungen beim Rauchergesetz unterstellt werden. Ein Thema, das seit Jahrzehnten die Geister scheidet, hat wieder eine neue (alte) Wendung genommen. „Glimmstängel aus in der Gastronomie“, heißt es ab 1. November (zumindest vorerst).

In St. Pölten wollen die Gastronomen schon gar nicht mehr darauf antworten, wenn sie auf das Thema angesprochen werden. Die Rauchmöglichkeiten wurden in den letzten Jahren weniger. Zuletzt stellten Cinema Paradiso und Graf auf Nichtraucher um. Manch einer, so auch Derya Özmen, Betreiberin einer Shisha-Bar, will abwarten.

Im Kinderlied heißt es weiter: „Noch einmal das schöne Spiel, weil es mir so gut gefiel.“ Davon kann in St. Pölten keine Rede mehr sein. Hier wünschen sich Wirte und Gäste eine Entscheidung, und zwar eine endgültige.