Wenn Politik zur Nebensache wird. Daniel Lohninger über den Unfall von Anton Heinzl und das Menschliche in der Politik.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 30. Dezember 2013 (07:23)
NOEN, Manuela Praschak
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Die Politik ist ein hartes Geschäft. Das weiß wohl niemand besser als Anton Heinzl. Der langjährige SP-Abgeordnete kennt Höhen und Tiefen seines Berufes wie kaum ein anderer in St. Pölten. Meinungen prallen aufeinander, Schaukämpfe sollen in der Öffentlichkeit die eigenen Positionen klar unterstreichen und die des politischen Gegners schwächen und auch innerparteilich ist nicht immer alles eitel Wonne.

Und dann passiert so etwas wie vor Weihnachten. Auf der Heimfahrt von einem Termin kracht es. Heinzl, eben noch als Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Parlament bestätigt, landet auf der Intensivstation. Plötzlich werden Dinge, die bisher das Leben geprägt haben, unwichtig. Jetzt geht es nicht darum, von einem Termin zum nächsten zu hetzen – jetzt geht es schlicht darum, zu überleben. Darum, alles zu tun, um Spätfolgen zu vermeiden. Die kleinen Schritte werden plötzlich zu großen – die ersten sind mit dem Verlassen der Intensivstation getan. In einer Situation wie dieser ist Politik eine Nebensache – mehr nicht. Das muss auch Vollblutpolitiker Toni Heinzl in diesen Tagen zur Kenntnis nehmen.