Zeitspiel mit den Schranken. Thomas Werth über ein volles Parkhaus ohne Zukunftslösung.

Von Thomas Werth. Erstellt am 09. April 2019 (03:25)

Das größte Parkhaus der Stadt platzt aus allen Nähten. Wer nach 8 Uhr eine freie Stellfläche in der Hermann-Winger-Gasse sucht, hat Pech gehabt. Besonders ärgerlich ist das für Bahnkunden, für die die kostenlose Nutzung gedacht ist. Um doch noch zum Zug zu kommen, müssen sie mit den anderen um die letzten freien Flächen „kämpfen“. Da müssen dann auch Sperrflächen oder die Fahrbahn herhalten – trotz Strafzettel-Risiko.

Die aktuelle politische Diskussion hat sich an den laufenden Sanierungsarbeiten und den dadurch fehlenden 50 Parkplätze neu entfacht. Doch die entscheidende Frage ist nicht, warum es jahrelang dauert, das Parkhaus zu erneuern, sondern warum es immer noch kein System gibt, um die anderen Nutznießer der Gratis-Parkplätze in die Schranken zu weisen.

Es entsteht der Eindruck, als werde hier auf Zeit gespielt. Denn Schranken würden zwar den Pendlern Stress ersparen, hunderte andere Autos aber weiter in die Stadt spülen.