Kundig gegen Datenklau. IT-Firma Kapsch gründet gemeinsam mit der FH St. Pölten Geschäftsstelle. Der Security Hub vernetzt Studierende und Unternehmen und wirkt gegen Fachkräftemangel.

Von Beate Steiner. Erstellt am 11. Dezember 2017 (18:54)
NLK Reinberger
Neue Kapsch-Geschäftsstelle und IT-Security-Kompetenzzentrum für Datensicherheit an der FH St. Pölten: Johann Haag (FH St. Pölten), Jochen Borenich (Vorstand Kapsch BusinessCom), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler.

„Unsere Plattform soll das Airbnb der Bildung werden“, schwärmt Johann Haag, Departmentleiter Information und Security, vom soeben mit der Firma Kapsch gegründeten IT-Security-Kompetenzzentrum an der FH St. Pölten. Der Austria Security Hub soll eine intensive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen möglich machen und Innovationen rund um Datensicherheit fördern.

Denn nicht nur das Datenvolumen wird sich weltweit bis 2025 verzehnfachen, auch die Anforderungen an den Schutz und die Sicherheit wertvoller digitaler Daten steigen. Die Firma Kapsch ist führender Experte bei Daten-Sicherheit und -Management und konnte heuer einen Anstieg von beinahe 40 Prozent bei Cyberattacken beobachten, bestätigt Jochen Borenich, Vorstand der Kapsch BusinessCom. Seine Firma bringt in den Austria Security Hub die Expertise des „Cyber Defense Center“ ein, wo Angriffe identifiziert und analysiert werden. „Dafür brauchen wir bestens ausgebildete Fachleute, von denen es viel zu wenige gibt“, so Borenich.

Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Die Zusammenarbeit mit der FH soll da Abhilfe schaffen, wie auch die Vernetzung mit Schülern, Studierenden, Start-ups und Unternehmen. Für den Wissenstransfer, vor allem auch in Schulen, will Johann Haag internationale Experten an die FH holen.

Diese Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler sehr wichtig, werden dadurch doch nachhaltig qualifizierte Arbeitkräfte ausgebildet, die stark nachgefragt sind. Der Security Hub selbst startet mit zehn Mitarbeitern.