Fast 600 Stichwaffen wurden 2018 im Gericht abgenommen. Fast 600 Stichwaffen wurden 2018 abgenommen. Auch ein E-Schocker war dabei.

Von Thomas Werth. Erstellt am 26. Juni 2019 (03:16)
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Knapp 42.000 Personen wurden im Vorjahr beim Betreten des St. Pöltner Gerichts kontrolliert. Jeder 13. musste im Schnitt einen potenziell gefährlichen Gegenstand beim Sicherheitspersonal abgeben. Beinahe 600 Messer waren darunter – die Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. „Für den Anstieg habe ich keine wirkliche Erklärung, außer, dass mehr Personen ein Messer bei sich führen“, so Andrea Humer, Vizepräsidentin des Landesgerichts.

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Zwei Schusswaffen wurden ebenso vorübergehend einkassiert wie 72 Pfeffersprays – und sogar ein Elektroschocker. Dazu kommen weitere 2.431 Gegenstände, die aus Sicherheitsgründen nicht in das Gebäude mitgenommen werden durften. Auch das sind mehr als doppelt so viele wie 2017. Ein Grund dafür ist, dass neben Scheren, Schraubenzieher oder Feilen im Vorjahr auch Flüssigkeiten und Sprays abgenommen wurden. „Die Sicherheitsorgane sind sensibler geworden und arbeiten ähnlich wie am Flughafen“, erklärt Humer.