Kopal-Areal wird zum Betriebsgebiet. Kasernen-Widmung wird mit Anfang 2016 aufgehoben, WSF-Stiftung beginnt mit Verwertung der Parzellen.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 13. Juli 2015 (07:24)
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Drei Jahre nachdem die WSF-Privatstiftung – auch Eigentümerin der XXXLutz-Gruppe – das 30 Hektar große Kopal-Areal gekauft hat, tut sich was. Die Umwidmung auf „Bauland-Betriebsgebiet“ ist auf Schiene, kleine Bereiche werden als „Grüngürtel“ sowie „Sportflächen“ gewidmet. Erarbeitet wurde das Entwicklungskonzept in „enger Abstimmung mit dem Land und der Stadt“, wie Eigentümervertreter Christian Mitterhauser erklärt. Die Parzellengrößen reichen von 3.000 bis 33.000 m. Anfang 2016 soll die neue Widmung in Kraft treten. Bislang ist das Areal als „Sondergebiet-Kaserne“ gewidmet.

Verwertung der Flächen

Die Voraussetzung für die Entwicklung des Gebietes um die ehemalige Kopal-Kaserne ist damit gegeben. „Wir beginnen jetzt mit der Verwertung der Flächen“, erklärt Mitterhauser. Erste Gespräche mit Interessenten gebe es bereits – konkrete Namen nennt Mitterhauser noch nicht. Es seien aber Gewerbebetriebe, die sich hier ansiedeln wollen. Die Verwertungschancen schätzt Mitterhauser als sehr gut ein: „Der Standort ist ein Juwel, eine der letzten Grundstücksreserven im Raum St. Pölten in einer erstklassigen Lage.“ Was Mitterhauser so zuversichtlich macht, ist, dass für Interessenten alle Optionen offen sind – Miete, Pacht, Baurecht und Kauf. Und Zeit habe die Stiftung auch: „Uns ist ein gutes Ergebnis wichtiger als eine rasche Verwertung.“ Dass die Eigentümer einen Teil der Fläche selbst nutzen – beispielsweise für ein XXXLutz-Zentrallager – schließt Mitterhauser aus: „Aus heutiger Sicht ist nichts geplant.“

Keine Auswirkung hat die Umwidmung auf die Nutzung des Areals als Veranstaltungs Location – Events und Festivals werden hier auch in Zukunft möglich sein.
 


DAS KOPAL-AREAL

Geschichte des Kopal-Areals

  • 1888: Das Areal wird Exerzier- und Übungsplatz für die Garnison.

  • 1938: Bau eines Barackenlagers für zwei Bataillone der Wehrmacht.

  • 1957: Das Infanteriebataillon 10 (später: Panzerbataillon 10) übersiedelt nach St. Pölten-Spratzern.

  • 1959–1965: Neubau und Erweiterung der Kopal-Kaserne.

  • 2010: Stilllegung der Kaserne.

  • 2011: Baumeister Julius Eberhardt ersteigert das Kopal-Areal.

  • 2012: Die WSF-Privatstiftung kauft das Areal, mit im Boot ist Projektentwickler Fritz Seher.

  • 2013: Fritz Seher wirft das Handtuch, die WSF-Privatstiftung übernimmt selbst das Management.