Pflegerin durfte von St. Pölten nicht mit Böheimkirchner mitfahren

Erstellt am 03. Juli 2022 | 05:52
Lesezeit: 2 Min
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Die Plätze im Rettungsauto waren belegt, die Pflegerin konnte nicht mitfahren. Symbolfoto:
Foto: Shutterstock.com/YMZK-Photo
Rettungswagen war überbelegt. Pflegerin eines 95-Jährigen konnte nicht mitfahren. Anderer Patient brachte sie nach Hause.
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Ein Vorfall rund um den Heimtransport eines Mittneunzigers sorgt für Ärger. Nach langer Wartezeit kam der Heimtransport für einen Böheimkirchner. Die Pflegerin des Mannes sollte aber nicht mitfahren, denn der Rettungswagen war voll.

Zwar soll sich der Sanitäter des Roten Kreuzes erkundigt haben. Aber es hieß nur, dass die Mitnahme nicht verpflichtend sei. Die Pflegerin musste sich also selbst einen Transport nach Hause organisieren.

Karl-Heinz Bujnoch war zur gleichen Zeit im Röntgeninstitut und bekam die Not der Pflegerin mit. Er bot ihr Hilfe an und brachte die Frau nach Hause. „Ich habe mich geärgert“, sagt er. Zu viel könne passieren, wenn der Mann allein auf die Pflegerin warten muss.

„Es gibt die gültige Regelung, dass Begleitpersonen bei qualifizierten Krankentransporten nur dann mitgenommen werden können, wenn es ausreichend Platz gibt“, heißt es von Notruf 144, dem Unternehmen, das die Rettungswägen in Niederösterreich disponiert. Nur wenn ein medizinischer Grund vorliegt und ein Arzt das auf dem Transportschein vermerkt, kann ein Transport garantiert werden. „Die Haftung liegt immer bei der durchführenden Organisation.“

Beim Roten Kreuz bedauert man den Vorfall. „Es darf natürlich nicht passieren, dass sozial oder medizinisch notwendige Begleitpersonen nicht im Rettungs- oder Krankentransportwagen mitgenommen werden“, betont Sprecherin Sonja Kellner. Sofern Patienten auf ständige Betreuung angewiesen sind, sei am Zielort eine Übergabe an qualifiziertes Personal sicherzustellen.

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