St. Pöltner zahlen 80 Prozent mehr für die warme Stube

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:54
Lesezeit: 2 Min
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Fernwärme St. Pölten argumentiert Preissteigerung mit dem stark gestiegenen Gaspreisindex.
Foto: Lukas Kalteis
Die Aufregung bei den Kunden der Fernwärme ist groß. Sie hob Tarife stark an. Hauptgrund dafür sei der Gaspreis.
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Der Anblick der aktuellen Fernwärme-Rechnung ließ einigen St. Pöltnern den Atem stocken. „Die Leute bei uns im Wohnblock leben zum Teil am Minimum. Mit einer solchen Erhöhung verlieren die Mieter auch noch ihr Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, gibt ein besorgter St. Pöltner aus der Mietervereinigung zu bedenken.

„Ausziehen bringt nichts, denn es wird ja rundherum auch alles teurer.“

Zwischen 60 und 80 Euro habe die Fernwärme-Rechnung der einzelnen Wohnungen vorher ausgemacht, jetzt seien es zwischen 110 und 145 Euro. „Ausziehen bringt nichts, denn es wird ja rundherum auch alles teurer.“

Zu Jahresbeginn hob die Fernwärme ihre Tarife um über 80 Prozent an. Statt 87,95 Euro kostet eine Megawattstunde (MWh) nun 159,84 Euro bei Objektzählung. Die Kosten für das Warmwasser stiegen von 8,23 Euro auf 14,96 Euro pro m³. Seitens der Fernwärme betont man, dass die Wärmepreise einer indexbasierten Preisanpassung unterliegen.

„Hauptgrund für die enorme Steigerung ist der Gaspreisindex, der um rund 500 Prozent gestiegen ist“, erklärt Prokurist Anton Waxenegger. Er betont aber auch, dass der Preisverfall der letzten Jahre von der Fernwärme auch an die Kunden weitergegeben wurde. Jetzt sollen Kunden über mögliche Zuschüsse von Stadt und Land NÖ sowie Energiespartipps informiert werden.

Die Stadt unterstützt aktuell mit 250 Euro, das Land NÖ mit 150 Euro. Die Anträge für Zuschüsse können noch bis Mittwoch, 30. März, bei der städtischen Sozialhilfe abgegeben werden. Waxenegger betont: „Die Fernwärme ist für Gespräche bei momentanen Zahlungsschwierigkeiten – wie in der Vergangenheit auch schon – jederzeit bereit.“

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