Vaterschaftstest: Ärger über Zahlungsbescheid. Der Papa des Kindes ist er nicht, trotzdem muss Mann aus Pyhra für angeordneten Vaterschaftstest blechen – satte 1.315 Euro.

Von Markus Zauner. Erstellt am 13. Januar 2020 (15:59)
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Das einmalige Vergnügen wird für einen jungen Mann aus Pyhra teuer. Im Mai 2018 hatte der heute 23-Jährige Geschlechtsverkehr mit einer damals 19-Jährigen. Die Rechnung bekam er später präsentiert: Er wurde vom Gericht zur Zahlung von 1.315 Euro verdonnert – die vollen Kosten für einen behördlich angeordneten Vaterschaftstest, obwohl der junge Mann gar nicht der Papa des gezeugten Kindes ist.

Zum Anfang der Geschichte: Es war der berühmte One-Night-Stand für den jungen Mann aus Pyhra. Da es sich um geschützten Geschlechtsverkehr gehandelt hat, hakte der 23-Jährige die einmalige Liebschaft auch rasch ab – bis auf behördlichen Antrag die Aufforderung zu einem Vaterschaftstest kam.

Mutter war sich zu 90 Prozent sicher

Sie sei sich zu 90 Prozent sicher, dass der 23-Jährige aus Pyhra der Vater ihres Kindes ist, gab die mittlerweile Mutter gewordene junge Frau zu Protokoll. Obwohl sie eingestand, dass sie nur einmal mit dem 23-Jährigen geschützten Geschlechtsverkehr gehabt hatte, während sie gleichzeitig eine mehrmonatige Beziehung mit einem anderen Mann führte. Letzterer ist laut angeordnetem Vaterschaftstest auch der tatsächliche Papa ihres Kindes.

Den gerichtlich vorgeschriebenen Zahlungsbescheid will der 23-Jährige negieren. „Ich habe das Verfahren nicht eingeleitet, der Test wurde mir aufgezwungen und ich bin nachweislich nicht der Vater“, begründet der junge Mann.

Rechtsanwalt Alfred Schneider empfiehlt, „merkwürdige Entscheidungen wie diese rechtzeitig vom Instanzgericht überprüfen zu lassen.“