St. Pölten

Erstellt am 01. Dezember 2018, 05:58

von Thomas Werth

Sorge wegen Wand-Abbau entlang der Westautobahn. Anrainer an der A 1 befürchten eine Verschlechterung. Die Asfinag beruhigt.

Bis 2021 soll der Lärmschutz an der A1 im südlichen Bereich erhöht, im nördlichen Teil hingegen teilweise abgebaut werden.  |  Nadja Straubinger

Mit Sorgenfalten auf der Stirn blicken die Anrainer entlang der A 1 im Süden der Stadt auf die Pläne der Asfinag. Wie berichtet, werden entlang der Westautobahn bis 2021 zwar 1,4 Millionen Euro in eine Verbesserung des südlichen Lärmschutzes investiert, die Wand nördlich der A 1 wird aber teilweise abgebaut, da dort jener der Güterzugsumfahrung ausreichend sei.

Vor allem Anrainer der Oskar-Helmer-Straße, die sich vor zehn Jahren für den Bau einer Lärmschutzwand einsetzten, sind skeptisch, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf das Siedlungsgebiet haben. „Die Erhöhung der südlichen Lärmschutzwand verstärkt die Reflexion und Zunahme des Schalls nach Norden. Der Abbau im Norden führt zu fehlender Absorption“, schreibt Gudrun Zwetzbacher an Stadt und Asfinag.

Seitens der Asfinag versucht man zu beruhigen. „Die Erhöhung der südlichen Lärmschutzwand wird mit hochabsorbierenden Elementen erfolgen. Dadurch ist gewährleistet, dass es zu keiner Erhöhung des Schallpegels an der gegenüberliegenden Seite kommen wird“, so Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla. Der teilweise Abbau im Norden könne ohne Qualitätsverlust erfolgen. „Durch den viel höheren Lärmschutz der Güterzugsumfahrung haben diese Maßnahmen auch trotz des größeren Abstandes einen besseren Schutz als die bestehende Wand direkt an der A 1“, so Vucsina-Valla.