Vereint gegen den Lärm in St. Pölten. In St. Pölten wurde Zweigverein des Transitforums gegründet. Der will Leute für Thema aufwecken.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 15. September 2021 (04:01)
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Gründeten den Zweigverein „Xunds Leben in St. Pölten“: Sprecher Rudolf Kernstock, Manuela Morgeditsch, Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser, Martin Burscha und Fritz Ascher (von links).
Xunds Leben in St. Pölten

Gemeinsam mit Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser will ein St. Pöltner Zweigverein nun für mehr Lärmschutz für die Stadt kämpfen. Erstes Ziel ist die Sensibilisierung und Aktivierung der Bevölkerung.

Rudi Kernstock griff vor einigen Monaten das Lärm-Thema in St. Pölten auf und sagte den hohen Lärmpegeln neben Autobahn und Güterzugumfahrung den Kampf an. Nach einer erfolgreichen Online-Petition wandte er sich an Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser. Mit seiner Hilfe wurde nun der Zweigverein „Xunds Leben in St. Pölten“ gegründet. „Der Weg in St. Pölten hin zu einem effektiven Lärmschutz ist noch lange. Der Verein ist ein erster Schritt“, berichtet Gurgiser vom Gründungstreffen.

Weniger Tempo bedeutet weniger Lärm

Dabei könnte es so einfach sein, denn laut Gurgiser ist der einfachste und effektivste Weg eine Temporeduktion. „Beim Tempo auf der Autobahn schwindet die Solidarität mit dem Abstand zur Fahrbahn“, weiß Gurgiser aus Erfahrung. Deshalb sei es nun wichtig, sich auch die Zustimmung jener zu holen, die nicht unmittelbar in der ersten Reihe wohnen. Die Menschen neben Lärmquellen seien schwer gesundheitsgefährdet.

In dieselbe Kerbe schlägt auch Kernstock: „Uns geht es darum, Leute aufzuwecken und zu kommunizieren, welche gesundheitliche Folgen der Lärm hat.“ Bei der Argumentation helfen sollen auch Messungen. Sowohl was die Luftgüte als auch den Lärm betrifft. Diese vermisst Gurgiser entlang der St. Pöltner Autobahnen komplett. „Entscheidend ist hier der durchschnittliche Lärmpegel, der macht nämlich krank.“