Prügel nach Job-Aus. 23-Jähriger schlug in St. Pöltenzu. Opfer verzichtet allerdings auf Schmerzengeld. Mit anderem Kontrahenten gibt es Einigung.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 13. Oktober 2020 (17:00)
In der Disco flogen die Fäuste.
Symbolbild

Schuldig der schweren Körperverletzung bekennt sich ein 23-Jähriger am Landesgericht. Nicht jedoch der ebenfalls zur Last gelegten Nötigung.

Auslöser seiner Handgreiflichkeiten sei ein Disput mit einem Freund gewesen. Wegen diesem hätte er seinen Job verloren. Es sei dann zur Schlägerei gekommen. So schildert das auch der Kontrahent im Zeugenstand, der den Angeklagten aber eher ent- als belastet. Im Zuge der Rederei habe er zwar eine verbale Drohung vernommen, an den genauen Wortlaut kann er sich vor Gericht aber nicht mehr erinnern. Er will auch kein Schmerzengeld für seine Verletzungen. Der Freund habe nach dem Streit gesagt, dass er sich selber stellen werde. Er sei aber indes von seinem Onkel angehalten worden, dennoch Anzeige zu erstatten, erklärt der Zeuge.

Noch einen weiteren Disput hatte der 23-Jährige mit einem Bekannten. Hier gibt es aber über Intervention der Bewährungshilfe „Neustart“ eine Einigung, dass er Schadenersatz zahlen wird. Eine erste Rate ist bereits getilgt. Auf einen Exekutionstitel verzichtet der Zeuge. „Ich vertraue ihm, dass er es auch so zurückzahlt“, meinte dieser.

Der Verteidiger betont, dass der Angeklagte sein Leben auf die richtige Bahn lenken wolle. Der 23-Jährige wird zu 14 Monaten bedingt wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, von der Nötigung wird er freigesprochen. Bewährungshilfe und Anti-Gewalttraining werden angeordnet.