Landesbehörde analysiert Gestank von St. Pöltner Mülldeponie

Beschwerden landen bei der Landesabteilung für Anlagenrecht. Leiter Leopold Schalhas erklärt, was danach passiert.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:53
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Mit betrieblichen Anlagen beschäftigt sich Leopold Schalhas von der Landesabteilung für Anlagenrecht.
Foto: NLK inshot GmbH

Ungeduldig warten die Deponie-Anrainer, dass sich in Sachen Geruchsbelästigung etwas tut. Die Beschwerden über den Gestank landen auf dem Schreibtisch von Leopold Schalhas, Leiter der Abteilung Anlagenrecht des Landes NÖ.

„Geruchsfahnenbefahrung“ aus dem Sommer nun ausgewertet

„Werden Beschwerden eingebracht, prüft die Behörde mit Sachverständigen. Bei Geruchsbeschwerden wie im Falle der Deponie gibt es verschiedene Möglichkeiten“, erklärt Schalhas. Neben messtechnischen Verfahren werden auch die Nasen von geschulten Personen als „Messgerät“ eingesetzt.

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Liegen Geruchshäufigkeit und Geruchsintensität über einem bestimmten Wert, muss der Betreiber handeln. Über den Sommer wurde eine „Geruchsfahnenbefahrung“ gemacht. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet.

Neun Maßnahmen wurden dem Deponiebetreiber vorgeschrieben. „Vor allem wird mehr darauf geachtet, jene Aktivitäten, die Geruch hervorrufen, in die Halle zu verlegen, bei der Deponie selbst geht das nicht“, so Schalhas. Er betont, dass die Deponie über alle Genehmigungen verfügt. Die wurden großteils bereits der Stadt als vormaliger Betreiberin erteilt. Nur sei die Anlage nicht in dieser Intensität betrieben worden.

Dass die Anrainer sich bei Gestank beschweren, versteht Schalhas: „Wir reagieren unverzüglich. Bis Maßnahmen wirken, vergeht aber Zeit, die den Betroffenen lang erscheint.“