PVZ kommt bis 2023 im Norden von St. Pölten

Altes Herrenhaus am Areal der Living City wird für Nachnutzung saniert.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:12
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So soll das PVZ im Norden der Stadt aussehen. Das denkmalgeschützte Herrenhaus wird saniert. Mitte 2022 soll mit den Arbeiten begonnen werden.
Foto: The Beyonder One Group

Die medizinische Versorgung in der Landeshauptstadt wird weiter ausgebaut. Bis 2023 bekommt auch der Norden von St. Pölten ein Primärversorgungszentrum (PVZ). Entstehen wird es im denkmalgeschützten Herrenhaus am Areal der Living City in Viehofen.

„Die Living City hat die Absicht, ein ,Dorf in der Stadt’ für Senioren und Seniorinnen zu kreieren, die ein Rundum-Sorglos-Paket erhalten und grundsätzlich alles Notwendige auf der Liegenschaft zur Verfügung gestellt bekommen“, erklärt Bastian Helfrich von der Immobilienentwicklungsfirma The Beyonder One Group. Das neue PVZ wird im alten, denkmalgeschützten Herrenhaus eingerichtet, das im Vorfeld saniert wird. Die Arbeiten dafür sollen Mitte des nächsten Jahres starten. „Das PVZ wollen wir bereits Anfang 2023 in Betrieb nehmen“, so Helfrich. Über 800 Quadratmeter werden dann den Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung stehen. Derzeit ist man schon auf der Suche nach Medizinern für das PVZ.

Seniorenresidenzen gehen Ende 2023 in Betrieb

Die Projektentwickler haben aber neben dem PVZ noch einiges mehr im Talon. So startet als erstes Teilprojekt der Bau von betreuten Seniorenresidenzen mit einem Parkdeck im Mai 2022. Weiters ist ein Pflegeheim geplant, dieses wird voraussichtlich erst 2023 spruchreif. „Die betreute Seniorenresidenz wird 150 Einheiten umfassen – mit großzügigen Allgemeinflächen“, so Helfrich. Ein namhafter Betreiber, der 24-Stunden-Betreuung bietet, sei dafür schon gefunden. „Das PVZ bietet mit Allgemeinmedizinern und Fachärzten eine gute Ergänzung, um den Senioren und der umliegenden Bevölkerung einen raschen Zugang zu medizinischer Versorgung bieten zu können“, führt Helfrich aus.

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Living-City-Eigentümer Peter Sonnleithner, Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Projektleiter Cosimo-Valentino Tripaldi und Bürgermeister Matthias Stadler (von links) begutachteten den neuen Standort für die Gesundheitseinrichtung beim Herrenhaus in Viehofen.
Vorlaufer

Bürgermeister Matthias Stadler freut sich, dass im medizinischen Sektor der Landeshauptstadt viel weitergeht: „Wir kämpfen als Stadt schon länger an unterschiedlichen Stellen für mehr Kassenärzte. Nach der Folgebesetzung der Hausarztpraxis in Pottenbrunn und der Zuweisung der Kinderärzte im etablierten PVZ Süd ist das neue PVZ Nord nun ein weiterer Mosaikstein im Rahmen der Gesundheitsversorgung vor Ort.“ Auch die Gesundheitskasse ist vom Projekt überzeugt: „Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, bundesweit PVE-Projekte zu entwickeln, weil wir davon überzeugt sind, dass diese Versorgungsform optimal die hausärztliche Versorgung ergänzt“, sagt Sprecherin Barbara Mann.