Schulöffnung in St. Pölten war stressig, aber ersehnt. Die NÖN hat zwei Direktorinnen, eine Mutter und einen Schüler gefragt, wie die ersten zwei Schultage liefen.

Von Caroline Böhm und Marlene Greifeneder. Erstellt am 09. Februar 2021 (19:40)
Symbolbild
APA

Die St. Pöltner Kinder und Jugendlichen drücken wieder die Schulbank. Volksschüler haben Präsenzunterricht. Für Unter- und Oberstufe gibt es einen Schichtbetrieb.

Moritz Stubhan, Schulsprecher am Gymnasium Josefstraße, hält diese Lösung für kompliziert und aufwendig: „Lehrer sollen gleichzeitig in den Klassen stehen und den Schülern daheim etwas zum Lernen geben.“ Ihm zufolge kehren die meisten trotzdem gerne retour. „Normaler Unterricht ist wichtig“, erklärt der Maturant.

Auch die Eltern der Grillparzer-Volksschulen freuen sich über die Rückkehr ins Klassenzimmer. „Wir sind froh, dass Bildung wieder in den Vordergrund rückt“, erzählt Obfrau Ingrid Kleinbauer. Aus ihrer Sicht war der Zenit erreicht, was elterliche Belastung und Vereinsamung der Kinder angeht.

Tests verlaufen laut Schulen problemlos

Verknüpft ist die Schulöffnung mit regelmäßigen Testungen. Dafür wurde im Eingangsbereich des BORGL/BHASL eine Teststraße aufgebaut. „Es gab kein positives Ergebnis und die Unterrichtseinheiten konnten planmäßig und sehr fröhlich ablaufen“, berichtet Direktorin Gabriele Schletz. Zusätzliche Testkits hat sie bereits erhalten.

Auf NÖN-Nachfrage lief das Testen an anderen Schulen ebenfalls problemlos. Zum ersten Test hat Kleinbauer ihren Sohn begleitet. „Das hat vertrauenserweckend ausgesehen“, erzählt die Mutter eines Drittklässlers. Gut erklärt sei der Test keine Zumutung: „Er tut nicht weh und ist nicht grauslig.“

Oberstufen-Schüler müssen FFP2-Masken im Unterricht tragen. „Die sind nicht das Angenehmste, aber sollten kein Problem sein“, ist Stubhan überzeugt. Er schlägt seinen Mitschülern vor, in den Pausen draußen frische Luft zu schnappen.

Die Vorbereitungen waren allerdings stressig. „Wir haben in den Semesterferien sozusagen durchgearbeitet für unsere Kinder und damit die Eltern entlastet sind“, erzählt Ulrike Ströbitzer, Direktorin der Volksschule Daniel Gran 1. Künftig wünscht sie sich mehr Vorlaufzeit.