Krempl fordert gratis Öffi-Verkehr. VP will nach 200-Euro-Ticket nun kostenlose Bus-Nutzung. SP: „Das ist unrealistisch.“

Von Mario Kern. Erstellt am 27. Februar 2019 (16:05)
VP St. Pölten
Markus Krempl-Spörk will, dass Lup-Fahrgäste künftig gar nichts bezahlen.

„Sonn- und Feiertagsverkehr sind da, weitere Stadtteile ans Bussystem angeschlossen und viele kleine Anliegen umgesetzt“, sieht VP-Stadtrat Markus Krempl-Spörk viele seiner „Lup-Wünsche“ fünf Jahre nach Start der Aktion umgesetzt. Nachdem das Land zu Verhandlungen über das seit Jahren von der VP geforderte 200-Euro-Jahresticket bewegt werden konnte, fordert Krempl-Spörk nun sogar kostenlosen Öffi-Verkehr in der Stadt. Der Stadt sei ihr Lup nur 0,6 Prozent des Jahresbudgets wert. „Wir hätten sogar mehr Geld vom Land zur Verfügung“, verweist Krempl-Spörk auf den mit 1,58 Millionen Euro gedeckelten Höchstfinanzierungsbeitrag, der im NÖ Nahverkehrsfinanzierungsprogramm zugesagt sei (siehe Infobox). „Aktuell schöpfen wir jährlich nur 1,13 Millionen Euro aus.“

Krempls Forderung sei nicht realistisch, reagiert SP-Vizebürgermeister Franz Gunacker. Die Finanzierungsverhandlungen seien aufgrund von Hochrechnungen des ersten Vertrages erfolgt, erläutert er. Die tatsächliche Abrechnung richte sich nach den gemeinsam getroffenen Entscheidungen. „Der maximale Rahmen wird nur bei vertretbaren gemeinsamen Erweiterungen gewährt.“