Unerlaubt Fische geangelt: Duo landete vor Gericht. Zwei junge Erwachsene sind über Zaun geklettert und haben unerlaubt Fische geangelt. Jetzt müssen sie sich vor dem Richter verantworten.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 20. Februar 2020 (14:05)
Symbolbild
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Weil sie unerlaubt Fische aus einem Privatteich in Markersdorf-Haindorf geangelt haben, stehen jetzt zwei 20-Jährige vor dem Richter. Am Landesgericht St.Pölten müssen sie sich wegen Diebstahl durch Einbruch verantworten. Sie sind angeklagt, im April des Vorjahres gemeinsam mit weiteren Mittätern Fische aus einem eingefriedeten Gewässer gestohlen zu haben. 

Der Teich war umzäunt. Die Metalltür, durch die man zu dem Gewässer gelangt, war verschlossen.  "Wir sind ein paar Mal bei dem Teich vorbei gekommen. Da haben wir gesehen, dass man leicht über den Zaun klettern kann. Wir haben beide eine Angelrute mitgenommen und dann haben wir geangelt", erzählt einer der Angeklagten dem Richter. Einige Male sind sie dort eingebrochen, um zu fischen. Etwa acht Karpfen haben die zwei laut eigenen Aussagen aus dem Gewässer gefischt. 

"Warum haben Sie die Fische nicht einfach gekauft?", fragt der Richter. "Wir hatten wahrscheinlich einfach Spaß am Fischen", so einer der 20-Jährigen. 

Grundsätzlich einigte man sich bereits auf eine Diversion von 50 Euro. Da diese von den Angeklagten zu spät eingezahlt wurde, ordnet der Richter je 50 Stunden gemeinnützige Leistungen an. Außerdem müssen die beiden jeweils 500 Euro Schadensersatz zahlen.