Maskenmuffeln und Schwarzfahrer im Visier. 20 Belehrungen, ein beratungsresistenter Fahrgast: Polizei und VOR-Kontrollorgane mussten Linienbus-Nutzer zur Einhaltung der Corona-Auflagen auffordern.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 25. Juli 2020 (08:59)
SPK St. Pölten/Alfred Effenberger

Viele Öffi-Nutzer haben es bemerkt: Die Einhaltung der Corona-Maskenpflicht hat einhergehend mit der Lockerung der Auflagen in den vergangenen Wochen in den öffentlichen Verkehrsmitteln nachgelassen.

Das Stadpolizeikommando St. Pölten führte daher mit Kontrollorganen des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) eine "Aktion scharf" durch und fuhr in den Linienbussen in  der Landeshauptstadt mit. 

Keine Mund-Nasenschutz-Masken dabei, in der Tasche statt vor dem Gesicht oder locker um den Hals baumelnd:  20 Personen mussten belehrt werden.  "Einige hatten eine Maske irgendwo in der Tasche und mussten erst aufgefordert werden, diese zu nutzen. Eine Person war besonders beratungsresistent", schildert Alfred Effenberger, der Gemeinsam-sicher-Beauftragter des Stadpolizeikommandos (SPK) St. Pölten.

Unter dieser Initiative des Innenministeriums lief auch die Schwerpunktaktion, bei der acht Beamte des SPK und vier VOR-Kontrollorgane eingesetzt waren. "Bemerkenswert waren auch die 34 Schwarzfahrer, die erwischt wurden", stellt er fest, dass viele die durch Corona eingeschränkte Kontrolltätigkeit während des Lockdowns sichtlich zum Anlass genommen hätten, auf das Lösen einer Fahrkarte zu verzichten.

Nachdem die Regierung mit Freitag aufgrund steigender Corona-Zahlen die Maskenpflicht erneut verschärft hat, ist es laut Exekutive nicht ausgeschlossen, dass weitere Schwerpunktaktionen in den Öffis durchgeführt werden.