Doppelte Dosis für St. Pölten. Kapazitäten werden nächste Woche erhöht. Situation in Krankenhäusern angespannt.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 30. März 2021 (17:45)
Symbolbild
APA/dpa

Vier Schulklassen und zwei Kindergartengruppen sind aktuell in der Stadt St. Pölten gesperrt. Insgesamt meldet der Magistrat am Dienstag 183 positive Fälle, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Ages bei 248,6. Gute Nachrichten gibt es hingegen von der Impfstraße, dort sollen der Landeshauptstadt bald mehr Dosen zur Verfügung stehen.

„Cluster gibt es derzeit keine, die meisten Fälle treten weiterhin im familiären Bereich auf, abgesehen von den Schulen“, erklärt Peter Eigelsreiter, Leiter des Geschäftsbereichs Gesundheit, Soziales und Umwelt. So negativ sich die Coronazahlen mittlerweile in ganz Niederösterreich entwickeln, so positiv sieht er die ersten Wochen, in denen die Impfstraße im VAZ installiert wurde. Die laufe nämlich sehr gut und ab nächster Woche sollen auch die Kapazitäten an Impfdosen verdoppelt werden.

Schulen unterrichten im Distance Learning

Auf Entspannung hofft Andreas Schmidt, Leiter der städtischen Schulverwaltung. Nach Ostern findet in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland bis Freitag, 9. April, wieder Heimunterricht statt. „Betreuung kann dann in Anspruch genommen werden, wenn eine häusliche Betreuung ansonsten nicht sichergestellt ist“, erklärt Schmidt. Die städtischen Kindergärten starten nach den Osterferien wieder im „Rotbetrieb“. Auch hier gilt, dass alle Kinder, die nicht zu Hause betreut werden können, in den Kindergarten kommen dürfen. „Die Schulverwaltung geht von einem guten Start nach den Osterferien aus“, so Schmidt.

Von einer „angespannten Situation bei den Intensivbetten“ spricht Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, da die Zahl der Corona-Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, äußerst hoch sei. Zudem steige auch die Rate deutlich an. „Waren wir vor neun Tagen bei 80 intensivpflichtigen Covid-Patientinnen und -Patienten in Niederösterreich, so sind es am heutigen Tag bereits 116“, erklärt Konrad Kogler, Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur. 116 Plätze waren am Dienstag im gesamten Bundesland mit Covid-Patienten belegt, 150 mit Nicht-Covid-Erkrankten, 67 Plätze waren frei. Diese Entwicklung spiegelt sich auch am Universitätsklinikum St. Pölten wider. Dort befinden sich derzeit 14 Covid-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen sowie 42 stationär.

Das Land reagiert darauf, indem die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungsgeräten aufgestockt wird. „Die Situation ist angespannt, noch nie während dieser Pandemie mussten so viele Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut werden“, sagt Pernkopf.