Große Elsbeere-Ernte steht in der Region bevor. Einmal im Jahrzehnt tragen Bäume besonders viele Früchte. Leader-Region will das „Odlatzbia-Oröwen“ zu Kulturerbe machen.

Von Michael Fusko. Erstellt am 11. Oktober 2020 (03:40)
Beim Pflanzen eines Elsbeerbaumes: Böheimkirchens Bürgermeister Johann Hell, Umweltgemeinderätin Maggie Dorn-Hayden, Bauhofmitarbeiter Markus Naderer und Christian Ringlhofer sowie Gemeinderat Martin Horacek.
Marktgemeinde Böheimkirchen

Mario Scheibelreiter ist Elsbeer-Prinz und beteiligt sich an der Ernte.
Verein ElsbeerReich

Alle zehn Jahre tragen die Elsbeerbäume besonders viele Früchte. Heuer ist wieder einmal so ein Jahr. Ein Grund zur Freude in der Elsbeerregion, wo es nun auch in Böheimkirchen Zuwachs bei den Bäumen gibt.

Fast alle der großen, alten und auch neuen Elsbeerbäume im „Elsbeerreich“ sind übervoll mit Früchten. Deshalb kann man in der Region in den Wochen bis zum Nationalfeiertag wieder viele an Elsbeerbäumen angelehnte Leitern sehen. Dabei zusehen, wie mühsam und langwierig die Ernte ist, ist dabei derzeit natürlich auch möglich. Die Ernte ist etwas Besonderes. Das „Odlatzbia-Oröwen“ (Elsbeerenabrebeln) wurde nun bei der Unesco eingereicht, um in das immaterielle Kulturerbe Österreichs aufgenommen zu werden. Handelt es sich bei dieser Tätigkeit doch um eine sehr alte und nur im Wiesenwienerwald traditionelle Form der sozialen Kontaktpflege im Rahmen einer hier üblichen Erntearbeit.

Gerne darf beim „Oröwen“ auch mitgeholfen werden, Informationen unter www.elsbeerreich.at oder unter der Nummer 0664/9568341.

Die Marktgemeinde Böheimkirchen setzt indes ebenfalls ein deutliches Zeichen. In Kooperation der Leader-Region erhielt die Gemeinde neue Elsbeerbäume, die nun das Ortsbild bereichern sollen. Bei Kindergärten, Schulen und in Parkanlagen sollen die Bäume die Artenvielfalt in Böheimkirchen weiter fördern.