St. Pöltner werfen weniger weg . Insgesamt 16.140,18 Tonnen Müll landeten im Vorjahr in der Tonne. Das sind rund 130 Tonnen weniger als 2019. Den größten Anteil nimmt darin der Restmüll ein.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 19. Januar 2021 (09:38)
Medienservice St. Pölten

Ein bisschen weniger Müll produzierten die St. Pöltner 2020. Aber auch in der städtischen Müllbilanz machte sich Corona bemerkbar. Vor allem das Homeoffice verschob die Wegwerfgewohnheiten.

Der Magistrat vermutet im Rückgang der gesamten Müllmenge die Corona-Lockdowns. Einige Kleinbetriebe blieben lange Zeit geschlossen, aber auch der Ausfall vieler Veranstaltungen habe bestimmt zum Rückgang beigetragen. Dass die Müllberge nicht noch kleiner wurden als in den Jahren davor, führt der Magistrat auf das Homeoffice zurück. So wurde vor allem weniger Altpapier produziert. „Im Homeoffice wurde mehr elektronisch erledigt und weniger ausgedruckt. Außerdem wurden auch weniger Werbeprospekte produziert und verteilt“, vermutet Rathaus-Sprecher Thomas Kainz. Gestiegen ist auch der Müll für die Gelbe Tonne. Hier werden in St. Pölten Kunststoffflaschen, Tetrapak und Metallverpackungen gesammelt. „Es wurden mehr Getränke und Lebensmittel zu Hause konsumiert, diese landen in der kommunalen Sammlung“, so Kainz.

Stark gestiegen sind vor allem die Kartonmengen. Im Lockdown wurde mehr von Anbietern im Internet bestellt. Dieser Trend zu Online-Bestellungen könnte sich auch heuer fortsetzen, vor allem dann, wenn die Lockdowns weiterhin zur Arbeit in den eigenen vier Wänden zwingen.