Corona: St. Pölten wird zum Analyse-Hotspot. Mundspül-Tests aus drei Bundesländern kommen ins VAZ St. Pölten. Gurgeltests gibt es nun auch im Automaten.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 08. September 2021 (04:48)
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Stellten den ersten Gurgel-Automaten in St. Pölten vor: Matthias Probst vom Biotechnologieunternehmen Novogenia, Alexander Halenka von OMV, Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (von links).
Anna Perazzolo

Im VAZ wurde binnen weniger Tage eines der größten Corona-Labors Österreichs aufgebaut. Dort können täglich bis zu 300.000 PCR-Mundspül-Tests analysiert und ausgewertet werden.

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Innerhalb einer Woche wurde die Halle C des VAZ zu einem Großlabor umgebaut. Das Bild zeigt den ersten Aufbautag.
Covid-Fighters

Die Tests der dreiwöchigen Probenphase in den Schulen aus Niederösterreich, Oberösterreich und Teilen Wiens werden dort analysiert. Die Firma Covid-Fighters hat dafür binnen einer Woche ein Großlabor in Halle C eingerichtet.

Betreten ist strengstens verboten, Securitys bewachen die Zugänge. Hinein kommen nur die gekühlten Mundspül-Proben. 21 Labor-Roboter analysieren sie und liefern binnen 14 Stunden ein Ergebnis.

„Die Auswertung muss rasch erfolgen. Wir haben dafür die Voraussetzungen geschaffen“, ist Covid-Fighters-Geschäftsführer Boris Fahrnberger überzeugt. Das VAZ wurde wegen seiner Größe und zentralen Lage ausgewählt, darüber hinaus habe es sich als Test- und Impfstraße bewährt.

Gurgel-Automat an der Tankstelle

Das Land Niederösterreich rüstet derweil das PCR-Testangebot auf. Bei der OMV-Tankstelle in der Mariazeller Straße wurde der erste Gurgel-Automat eröffnet. Aus dem Automat kann ein Testkit entnommen werden.

Gegurgelt wird an Ort und Stelle. Nach einer etwa zweiminütigen Prozedur wird die Probe in ein Röhrchen gespuckt und direkt bei der Tankstelle eingeworfen. Von dort wird sie abgeholt und in ein Labor gebracht. Das Ergebnis kommt binnen 24 Stunden, der negative Nachweis gilt 72 Stunden lang.

24 Stunden gültig ist der Nachweis mit „Wohnzimmer-Selbsttests“. Allerdings waren die in der vergangenen Woche in St. Pöltens Apotheken nicht erhältlich. Das ärgerte nicht nur Bürgermeister Matthias Stadler, sondern auch FPÖ-Stadtrat Klaus Otzelberger, Ende der Woche sollen wieder Tests geliefert werden. „Unvorhergesehene Liefer- und Verteilungs-Probleme“ sind laut Apothekerkammer der Grund für den Engpass.

Eng wurde es auch mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff am zweiten Tag des Impfbusses am Rathausplatz. Daher wurden sechs weitere Termine vereinbart.