Countdown zur Zeitreise hat begonnen. Das Haus der Geschichte öffnet am 10. September seine Pforten. Die letzten Vorbereitungsarbeiten für die große Eröffnung laufen auf Hochtouren.

Von Maria Prchal und Mario Kern. Erstellt am 07. September 2017 (05:23)
NOEN, Museum NÖ
Mit diesem Flugobjekt schwebte der Tscheche Jiri Rada 1988 in die Freiheit. Ab September ist es im Museum zu bewundern.

Nur wenige der insgesamt 2.000 Objekte fehlen noch in den neuen Vitrinen im Haus der Geschichte, das am Sonntag, 10. September, im Museum Niederösterreich feierlich eröffnet wird. Die digitalen Elemente werden in den letzten Tagen vor der großen Eröffnung noch adjustiert, Details an den Ausstellungselementen noch zurechtgerückt.

Auf 3.000 Quadratmetern dürfen die Gäste bald in die 60.000 Jahre seit der ersten Besiedelung des Bundeslandes eintauchen – veranschaulicht soll die Historie Niederösterreichs mit Hilfe von interaktiven Elementen und sogenannten Begegnungsräumen werden. „Das Haus der Geschichte ist die erste Ausstellung, in der die Kulturvermittlung im Rahmen dieser ‚Foren‘ auch räumlich eingebunden ist“, zeigt sich Museumsleiter Matthias Pacher zufrieden.

KRN
Ein Schachbrett von Karl Renner, mit dem er sich während des Hausarrests in seinem ehemaligen Wohnhaus in Gloggnitz in den Jahren von 1938 bis 1945 die Zeit vertrieb.

Im Zuge der Dauerausstellung und der Schwerpunktausstellung „Die umkämpfte Republik: Österreich 1918-1938“ können Gäste unter vielen anderen Objekten eine originale Luther-Bibel, den Corvinus-Becher, Karl Renners Schach-Set oder auch Leopold Figls Mercedes zu Gesicht bekommen. Auch ein gotisches Fenster, ein Webstuhl aus dem 19. Jahrhundert und Fundstücke aus der Bevölkerung haben Eingang ins Haus gefunden. Für die Schwerpunktausstellung über die Zwischenkriegszeit in Österreich hat das Museum sogar 18 Objekte vom Österreichischen Staatsarchiv bekommen.

Ausstellung kann sich laufend ändern

Das Besondere an der Ausstellung: Mit dem Eröffnungstag ist die Aufbereitung der niederösterreichischen Geschichte nicht in Stein gemeißelt – in Form von Installationen soll immer wieder auf tagesaktuelle Ereignisse eingegangen werden.

NOEN
Einen Blick in die Vergangenheit können Gäste durchs gotische Fenster aus dem 13. Jahrhundert werfen.

Großen Einfluss auf die Gestaltung hat Stefan Karner vom wissenschaftlichen Beirat, der noch bis Ende des Jahres als wissenschaftlicher Leiter des Hauses fungiert.