Traisenpark in St. Pölten nach Öffnung gut besucht. Gut besucht, aber ohne Kundenansturm präsentiert sich das Einkaufszentrum Traisenpark in St. Pölten bei einem APA-Lokalaugenschein am Montag nach dem Lockdown-Ende.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 03. Mai 2021 (12:52)
NÖN, zVg

Um 9.00 Uhr gehen die Rollläden auf, wenig später bilden sich vereinzelt aufgrund der 20-m2-Regelung Schlangen vor Geschäften. Zwei Frauen warten vor einem Friseursalon auf Einlass. Die Schaufenster sind herausgeputzt, einige Läden locken mit Rabatten wie "minus 25 Prozent" oder "Nimm drei zahl zwei".

"Abstand halten!", ermahnt eine Kundin ihren Sohn, als sich die beiden an der Kassa eines Modehändlers anstellen. Eine Frau, die mit ihrer Tochter im Kinderwagen unterwegs ist, zeigt sich erleichtert, dass sie zum ersten Mal seit Ende März Kinderkleidung wieder im Laden kaufen kann: "Online ist es so schwierig, die passende Größe zu finden." Eine Verkäuferin meint indes: "Jetzt bleiben die Geschäfte hoffentlich offen." Das bezweifelt die Kundin - sie rechnet damit, dass "über den Sommer vielleicht" einkaufen möglich ist und im Herbst der nächste Lockdown droht.

Mittlerweile zum Alltag gehören FFP2-Masken, Desinfektionsmittel-Spender und Abstand halten. Auf den Schaufenstern der Läden wird informiert, wie viele Kunden gleichzeitig ins Geschäft dürfen. Ist die maximale Personenanzahl erreicht, muss davor gewartet werden, wodurch es mitunter zu Schlangen vor einzelnen Läden kommt. "Es läuft sehr diszipliniert ab, was die Corona-Maßnahmen angeht", sagt Traisenpark-Center-Managerin Anita Bräunlich. An den Eingängen des Einkaufszentrums und in den Geschäften sind Desinfektionsmittel-Spender aufgestellt, das Security- und Reinigungspersonal wurde bereits vor längerem aufgestockt.

Bräunlich berichtet angesichts von zahlreichen Kunden mit gut gefüllten Einkaufstaschen von einem "sehr guten Shoppingtag" am Montag. Gekauft werde "quer durch die Bank", zum Beispiel Textilien oder Schuhe. Auch im Parkhaus macht sich das Lockdown-Ende bemerkbar: Es sind deutlich mehr Autos abgestellt als in den Wochen seit Ostern. Am späten Vormittag sind aber noch genügend - mehrere hundert - Stellflächen frei. Deutlich mehr los sein wird voraussichtlich am Freitag und Samstag. Für diese Tage wird ein weiterer Anstieg der Kundenfrequenz erwartet.

Während ein großer Lebensmittelmarkt und die daneben stationierte Bäckerei auch im Lockdown geöffnet hatten, sind die Restaurants im Traisenpark nach wie vor verwaist. "Ohne Gastronomie ist die Verweildauer im Einkaufszentrum verkürzt. Wir warten sehnlichst darauf, dass die Gastronomie wieder aufsperren darf", meint Bräunlich mit Blick auf den 19. Mai. Gleichzeitig betont sie: "Oberste Priorität ist, dass man die Richtlinien einhält."