Feuer auf Pferdehof: Es war Brandstiftung!. Ex-Freund der Pächterin zündete Nadelbacher Scheune, in der Pferde waren, an. Jetzt gestand er die Tat!

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 14. September 2016 (14:24)
Bildstelle Feuerwehr St. Pölten-Stadt
110 Feuerwehrleute kämpften auf dem Pferdehof in Nadelbach gegen die Flammen. Nun stellte sich heraus: Es war Brandstiftung.

Der Professionalität der Brandermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich ist es zu verdanken, dass die Brandursache auf einem Pferdehof in Nadelbach rasch geklärt werden konnte.

110 Florianis kämpften gegen die Flammen

Zur Erinnerung: Am Sonntag ging gegen 15 Uhr plötzlich die Scheune des bäuerlichen Anwesens in Flammen auf (NÖN.at hatte berichtet, siehe unten). Sechs Pferde, zwei davon befanden sich noch in dem brennenden Objekt, konnten von der Hofpächterin rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Stundenlang kämpften fünf Feuerwehren mit 110 Florianis gegen das Flammenmeer, doch die Scheune brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Aufgrund umfangreicher Erhebungen in den vergangenen Tagen konnte nun ein Verdächtiger an seiner derzeitigen Wohnadresse in St. Pölten ausgeforscht werden. Im Zuge der Einvernahmen gestand der 49-Jährige  die Tat.

Mann gab Eifersucht als Motiv für die Tat an

Den Brand hat der Mann an zwei knapp nebeneinander liegenden Stellen mit einem Feuerzeug gelegt. Er entzündete Stroh, das an der hölzernen Außenfassade des Gebäudes gelagert war. Rund 15 Minuten nach der Brandlegung wurde das Feuer entdeckt, ein Tatverdächtiger zu diesem Zeitpunkt aber nicht gesichtet.

Als Motiv gab der ehemalige Lebensgefährte Eifersucht an. Er befindet sich derzeit in Haft und wurde wegen Brandstiftung angezeigt. Er soll bislang polizeilich nicht auffällig gewesen sein.

Der Sachschaden beläuft sich auf mehr als 100.000 Euro. Der 49-Jährige gab auch an, dass er nicht wolle, dass nun andere Personen von seiner am Anwesen investierten Arbeit profitieren würden.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Einlieferung des 49-jährigen Beschuldigten in die Justizanstalt St. Pölten an.