Eisberg-Spitze in St. Pölten wächst. Westlich des Stadtwalds sind Rückhaltebecken und Rodelberg schon klar erkennbar, Anrainer bekamen Einblicke.

Von Max Steiner. Erstellt am 13. April 2021 (18:34)
Das Regenrückhaltebecken dient als Eis-Teich der Naherholung, die Eisberg-Spitze bekommt Pavillon.
Kalteis

Der Berg und ein kleiner See sind bereits zu sehen vom großen Naherholungsgebiet, das westlich des Stadtwalds wächst. Während der Gemeinderat noch Erd- und Baumeisterarbeiten sowie den Auftrag zur Errichtung des Edelstahl-Pavillons auf der Eisberg-Spitze vergeben hat, bekamen jetzt auch die Anrainer bei einer Online-Bürgerinformation Einblicke in die Umgestaltung.

Um dort eine Bebauung möglich zu machen, wird die Landschaft mit Wald- und Windschutzgürtel, Abflüssen und Rückhaltebecken umgestaltet. Magistratsmitarbeiter sowie die Planer Alfred Benesch und Manuela Bruckner berichteten über die Siedlungserweiterung und Verkehrsplanung, gaben einen Ausblick auf das Erholungsgebiet „Stadtwald.West“ und erklärten auch die Komplexität der Rahmenbedingungen.

1,5 Kilometer langer Wald soll Wind abhalten

Im größten Entwicklungsgebiet direkt am Zentrum mit rund 85 Hektar Fläche kühlen stetige Westwinde die offene Hochfläche, dichte, lehmige Böden lassen Niederschlag oberflächlich abfließen und sorgen für Überflutungen. Als Erweiterung des Stadtwalds wird sich daher dort in Zukunft ein 100 Meter breiter und 1,5 Kilometer langer Waldgürtel nach Westen ziehen, Gerinne und Becken das Wasser aufnehmen. Zwischendrin entstehen Freiflächen, die Spazier- und Laufwege in der Eisberg-Allee oder Rodeln von der Eisberg-Spitze ermöglichen. Von der Spitze laufen Schollen bis zur Au und zum Eis-Teich. Das Eisberg-Forum bietet in einer windgeschützten Mulde Platz für Mannschaftssport und zum Entspannen.

Nach dem regen Interesse bei der ersten Onlineveranstaltung werden die ökologischen Aspekte des Projekts bei einer Online-Sitzung des Umweltkomitees am 6. Mai genauer beleuchtet.