Spartan Race am TÜPL wird nicht verschoben. Verein Lanius befürchtet, dass 7.000 Sportler am TÜPL die Brut geschützter Vogelarten gefährden. Stadt bleibt bei Termin.

Von Mario Kern. Erstellt am 08. August 2018 (05:52)
befürchtet eine massive Störung der Brüter durch die Sportler am Tag und auch in der Nacht.
Seltene Vogelarten haben seit Jahren ihre Brutplätze am Truppenübungsplatz. Der Naturschutzverein Lanius

Dass im Mai bis zu 7.000 Sportler beim Spartan Race auch über den Truppenübungsplatz (TÜPL) laufen werden, legt Markus Brauns Stirn in Sorgenfalten. Der Obmann des Naturschutzvereins Lanius befürchtet, dass geschützte Vogelarten wie der Wachtelkönig in der sensiblen Brutzeit sowie auch seltene Fledermausarten gestört werden könnten. „Gerade der am TÜPL immer wieder gesehene Wachtelkönig ist so selten, dass eine Störung den Gesamtbestand in Österreich beeinträchtigen würde. Das wäre eine Katastrophe.“

Seine Bedenken hat Braun in einem Schreiben an Bürgermeister Matthias Stadler dargelegt. Er habe nichts gegen den Lauf an sich, versichert der Lanius-Obmann. „Nur ist er aus unserer Sicht so nicht durchführbar.“ Braun hofft nun, dass das Spartan Race zeitlich oder örtlich verschoben werden könne.

Naturschutz werde im Veranstaltungskonzept berücksichtigt

Im Rathaus wird betont, dass weder Termin noch Standort gewechselt werden können, so Christoph Schwarz von der Abteilung Zukunftsentwicklung. Den Termin habe St. Pölten von Wiener Neustadt übernommen und „die Entscheidung, das Rennen in St. Pölten zu organisieren, ist nicht zuletzt aufgrund der Beschaffenheit des Geländes getroffen worden“.

Der Naturschutz werde im Veranstaltungskonzept berücksichtigt, verspricht Schwarz. „Selbstverständlich achten wir darauf, dass mit der Natur sorgsam umgegangen wird.“