Universitätsklinikum St. Pölten: Haus A wird abgerissen. Eines der größten Krankenhaus-Neubauprojekte Österreichs wird noch spektakulärer. Der Grund dafür: Das Haus A des Universitätsklinikums St. Pölten wird abgerissen und ein neues Haus D errichtet. Ursprünglich geplant gewesen war, dass das in den 1970er-Jahren errichtete Haupthaus saniert wird.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 05. März 2017 (13:00)
LK-Holding/Herbst
Bernhard Kadlec, Karl Wilfing, Helmut Krenn und Christa Stelzhammer studieren bei der Baustellenbesichtigung im Haus G bereits die Pläne für den geplanten Bau des Hauses D.
 

„Letztendlich wäre die Sanierung aber teurer gewesen als ein Neubau und mit einem provisorischen Betrieb während der Umbauphase verbunden gewesen“, erklärt Landesrat Karl Wilfing die Gründe, warum die Landeskliniken-Holding ihren Plan doch verworfen hat.

Vor allem die statischen Adaptierungen, die aufgrund der neuen Normen punkto Erdbebensicherheit notwendig geworden wären,  hätten den Budgetrahmen gesprengt, ergänzt Helmut Krenn, der kaufmännische Leiter der Landeskliniken-Holding.

Neubau kostet 175,6 Millionen Euro

Der große Vorteil eines Neubaus ist, dass die Planung komplett und ohne Einschränkungen auf die Bedürfnisse der Patienten und Mitarbeiter erfolgen kann. 175,6 Millionen Euro wird der Bau des Hauses D kosten, errichtet wird er von einem Totalunternehmer. Für das gesamte Krankenhaus-Projekt sind insgesamt 510 Millionen Euro budgetiert.

„Der Neubau ist eine historische Chance für das Universitätsklinikum St. Pölten und ermöglicht auch zukünftig die modernste medizinische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Durch die frühzeitige Einbindung unserer internen Experten stellen wir darüber hinaus eine größtmögliche Mitarbeiterorientierung sicher,“ betont Bernhard Kadlec, der kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums St. Pölten.

In das zukünftige Haus D werden die Klinischen Abteilungen für Neurologie samt Stroke Unit, die Klinischen Abteilungen für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Hals-Nasen-Ohren, Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendheilkunde samt Kinderambulanz, sowie die Onkologie und Dialyse einziehen.

Abriss nach Übersiedlung

Der genaue zeitliche Ablauf ist noch nicht fixiert. Fest steht, dass noch heuer das Haus C an der Praterstraße mit seinen knapp 1.700 Räumen, und das Haus G mit dem neuen Haupteingang fertig gestellt wird. Danach wird mit der Errichtung des Hauses D begonnen, das den Pavillon I ersetzen wird.

Ist die Übersiedelung ins Haus D abgeschlossen, wird schließlich als letzte Etappe des Großprojekts das Haus A abgerissen. Nachfolgebau wird es auf diesem Areal vorerst keinen geben. Er steht aber als potenzielle Fläche für künftige Expansionspläne des fünftgrößten Krankenhauses Österreichs zur Verfügung.

Die komplette Übersicht über die Neustrukturierung des Universitätsklinikums sowie Reaktionen und die Auswirkungen für den Standort lest ihr in der Printausgabe der St. Pöltner NÖN.

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