Neuer Gelenksteiger für die Pflege von 12.000 Bäumen. Vor kurzem hat die Stadtgärtnerei eine 22 Meter hohe Hebe-Bühne für die Baumkronenpflege im Stadtgebiet angeschafft.

Erstellt am 07. August 2013 (17:16)
Den neuen Gelenksteiger nahmen Ing. Erwin Ruthner, MSc, Gärtnermeister Robert Wotapek und Klaus Müller sowie Andreas Kren und Michael Gugarel von der Stadtgärtnerei gemeinsam mit Bürgermeister Mag. Matthias Stadler in Betrieb. Foto: mss/Vorlaufer
NOEN, mss/Vorlaufer
Insgesamt 12.000 Bäume sind im Baumkataster der Stadt vermerkt, jährlich werden etwa 150 neue Bäume (bereits mit einem Stamm-Umfang von 14 bis 16 Zentimeter) gepflanzt.

„Diese Bäume wollen auch entsprechend gepflegt werden“, weiß Gärtnermeister Robert Wotapek. „Fünf Personen sind jeden Tag – aufgeteilt auf zwei Arbeitsgruppen – mit einem großen 27-Meter-Steiger und der neuen Hebebühne unterwegs. Bis zu zehn Bäume schafft jede Arbeitsgruppe so täglich, insgesamt wird jeder Baum mindestens einmal pro Jahr begutachtet bzw. gepflegt“, so der Leiter der Stadtgärtnerei weiter.

„Straßenbäume leisten einen wichtigen Beitrag für das Stadtklima“

Motorsägen, Schnittwerkzeug und Stangensägen gehören ebenso zur Standardausrüstung der Baumpfleger wie entsprechende Kurse und ISO-Zertifizierungen.
 
Um den stetig steigenden Anforderungen der Baumpflege noch besser nachzukommen, wurde jetzt eine gut lenkbare, wendige und schnell abstützbare Hubarbeitsbühne der Firma Ruthmann auf einem Nissan-Trägerfahrzeug angeschafft. Stolze 12 bis 15 Jahre beträgt die voraussichtliche Nutzungsdauer dieses Gerätes.
 
„Vor allem Straßenbäume leisten einen wichtigen Beitrag für das Stadtklima. Sie heben die Wohnqualität entlang der Straßen, reduzieren Staub und Lärm, beheimaten zahlreiche Tierarten und tragen zum Ausgleich des Wasserhaushaltes bei“, betont Bürgermeister Mag. Matthias Stadler die Wichtigkeit von Bäumen in der Stadt und deren Pflege.
 
 
Baumpflege in St. Pölten:
Die durchgeführten Arbeiten der Baumpflegetrupps variieren von der Pflanzung bis hin zur sogenannten Kroneneinkürzung. Jeder durchgeführte Arbeitsschritt und jede Überprüfung muss dokumentiert und im Baumkataster vermerkt werden.

Dürrholzpflege und Lichtraumprofil-Wiederherstellungen sind die häufigsten Arbeiten. Hier werden morsche oder abgestorbene Äste entfernt bzw. wird dafür gesorgt, dass speziell entlang von Fahrbahnen die notwendige Höhe der Kronen von 4,5 Metern eingehalten wird, sodass auch ein LKW gefahrlos unter jedem Baum durchfahren kann.

Wird bei sicherheitstechnischen Begehungen eine Beschädigung des Baumes festgestellt, so wird meist eine Kroneneinkürzung vorgenommen, um weniger „Angriffsfläche“ für den Wind zu bieten. Nur wenn Bäume wirklich krank sind und keine Erhaltungsmaßnahmen mehr gesetzt werden können, werden endgültige Abtragungen durchgeführt.