St. Pölten

Erstellt am 08. November 2018, 05:15

von Thomas Werth

St. Pölten plant für einen möglichen Blackout. Mit Experten werden Szenarien für langen Stromausfall erarbeitet.

Unwetter wie jenes in Kärnten können Grund für einen längeren Stromausfall sein. St. Pölten will nun vorbereitet sein.  |  APA/ Bundesheer/Christian Debelak

Die jüngsten Wetterkapriolen zeigen, wie schnell es gehen kann. Nach den heftigen Unwettern in Kärnten waren tausende Haushalte ohne Strom. Bei einem längerem Ausfall wird das schnell zu einem großen Problem. Was im Falle eines solchen Blackouts getan werden kann, damit beschäftigt man sich derzeit in der NÖ Landeshauptstadt. Bis 2019 soll eine erste Version des Alarmplans Blackout erarbeitet werden. „Mit einem derartig ausgefeilten Alarmplan wird St. Pölten wohl in diesem Bereich federführend sein“, so Peter Puchner, der Sicherheitsbeauftragte der Stadt.

Eingebunden werden interne wie externe Spezialisten

„Es sind ja nicht nur gemeindeeigene Ver- und Entsorgungsbetriebe einzubeziehen, sondern auch entsprechende Allianzen zu schmieden, um beispielsweise im Bereich der Gesundheits- und Medikamentenversorgung, der allgemeinen Sicherheit, der Hygiene, der Treibstoffversorgung oder der Kommunikation zu Lösungen zu kommen“, betont Puchner.

Einfach bei anderen Städten abzukupfern, ist laut Puchner nicht möglich. „Ein Blackout-Alarmplan ist vergleichbar mit einem Maßschuh – er wird für jede Kommune anders aussehen, abhängig unter anderem von der topografischen Lage, der Wasserversorgung, der Einwohneranzahl oder der Anzahl von Pendlern und Schülern“, so Puchner. Daher könne ein Alarmplan auch nie fertiggestellt sein. „Er muss permanent evaluiert werden, um ihn den Bedürfnissen einer sich entwickelnden Stadt anzupassen.“

Bis der Alarmplan ausgearbeitet ist, wird für den Fall eines Blackouts, wie bei allen anderen Krisen, der behördliche Krisenstab unter der Leitung des Bürgermeisters einberufen. „Diesem gehört auch ein Gutteil jener Spezialisten an, die sich beim Alarmplan einbringen“, so Puchner.