Noch Abwarten beim Seniorenwohnheim. Start für Sanierung und Zubau ist noch nicht fixiert, weil die Stadt noch an Übergangslösung für Bewohner arbeitet.

Von Mario Kern. Erstellt am 23. Februar 2017 (05:52)
NOEN, Kern
Bis eine optimale Lösung für die Bewohner gefunden ist, wird das Seniorenwohnheim Stadtwald nicht umgebaut. Vorbereitungen für Bezugspflege und Case Management sind bereits voll im Laufen.

Anfang dieses Jahres sollte eigentlich die im Vorjahr beschlossene Sanierung des Seniorenwohnheims Stadtwald starten. Bis zum Beginn der Arbeiten wird es noch ein bisschen dauern, wie Bürgermeister Matthias Stadler erklärt: „Der Baustart hängt nämlich auch davon ab, welche Übergangslösung man für die betroffenen Bewohner finden kann. Die Senioren sollen ja nicht ‚entwurzelt‘ oder in Containern untergebracht werden.“

Für die beste Lösung im Sinne der knapp 200 Bewohner wolle man sich die nötige Zeit lassen, so Stadler. „Eine Notlösung kommt absolut nicht in Frage.“ Derzeit werden verschiedene Optionen geprüft. Im Oktober hatte die Stadt auf Empfehlung des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ) die Sanierung des Objekts und einen Zubau für die Tagesbetreuung beschlossen.

Die Planung dafür sei voll im Gange, betont Stadler. Die ursprünglich projektierten Investitionskosten von 5,5 Millionen Euro sowie der Fertigstellungstermin 2018 sollen aus heutiger Sicht halten.

„Der Baustart hängt nämlich auch davon ab, welche Übergangslösung man für die betroffenen Bewohner finden kann.“
Stadtchef Matthias Stadler

Die ebenfalls geplante Umstellung auf Bezugspflege, die sich näher am Patienten orientiert, soll noch im ersten Halbjahr erfolgen. Die Schulungen haben Teile des Personals bereits abgeschlossen, erklärt Bürgermeister Stadler. Parallel vorbereitet wird auch das Case Management. Durch die bessere Koordination zwischen Ärzten, Therapeuten und Betreuern sollen Patienten effizienter begleitet werden.

Langfristig soll das höhere Einstufungen beim Pflegegeld und eine Kosteneinsparung von einer halben Million Euro jährlich bringen. „Dieses Jahr wird sich das aber noch nicht ausgehen“, meint Stadler. Das 86-köpfige Pflegeteam des Wohnheims leitet seit kurzem Manuela Springer. Sie folgt Martina Rainer.